Dienstag, 15. Februar 2011

Dienstag/Martes: St. Augustine – die Geschichte der Vereinigten Staaten startet hier


Häuser an der St. George Street - Casas de la época
colonial en St. George Street

Oder zumindest ist das, was man überall lesen kann. Irgendein Franzose kam vor all den Conquistadores nördlich von unserem Ferienort an, gründete eine kleine Festung, die die Spanier wenige Jahre später zerstörten. Und so ist es, dass die Ortschaft St. Augustine, anderthalb Stunden von Fernandina Beach entfernt, die älteste von Europäern besiedelte Stadt der Vereinigten Staaten geworden ist. Sie wurde 1565 von den Spaniern gegründet. Woher weiß ich das alles, obwohl ich so jung bin? Weil ich ganz genau zuhöre, wenn Mama aus dem Führer vorliest. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin die einzige Person im Auto, die ihr zuhört. Aber es ist doch verständlich. Sie redet so viel, sogar ich schalte ab und zu mal aus.

Die glückliche Touristin - La turista feliz
Und so haben wir den Dienstag in St. Augustine verbracht. Die Hauptstraße der Altstadt, St. George Street, ist eng und nur für Fußgänger zugängig. Da durfte ich wieder meine Lieblingsposition im Baby-Wagen annehmen, was bei den amerikanischen Frauen –und einigen Männern- automatisch beglücktes Gurren und Kommentare wie „You are a cutie!!!“ hervorgerufen hat. Denn es stimmt: I am a cutie.

Rechts und links der St. George Street sind alte Häuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Für die Amerikaner gaaaaaaanz alte Gebäuden, hihi. Die meisten sind Rekonstruktionen, denn die Engländer haben St. Augustine in regelmäßigen Abständen angegriffen und zugrunde gebrannt, aber es gibt auch ein paar aus den Kolonialzeiten. Ganz lustig fand ich The Oldest Wooden Schoolhouse, angeblich das älteste Schulhaus Amerikas. Papa wollte ums Verrecken nicht in die Nähe der Schule kommen – er murmelte irgendwas von „Will die nächsten 7 Monate keine Schule mehr sehen...“ Was er wohl damit gemeint hat? Sehr viele Häuser gehörten Menorquinern, Einwanderern aus Menorca: und so findet man typisch balearische Nachnamen im Ort wie "Villalonga". 

Flagler College: das ehemalige Hotel Ponce de León- El
antiguo hotel Ponce de León, ahora la Universidad Flagler
In St. Augustine gibt es auch sehr schicke Hotels, viele stammen aus den Zeiten, als die Super-Reichen aus ganz Amerika hier ihren Urlaub verbringen wollten. Das Ponce de León Hotel war einst das luxuriöste Hotel des Landes – jetzt ist es eine Uni, das Flagler College. Übrigens liegt die Uni an der Valencia-Straße. Lustig, oder?

Die älteste Straße Floridas ist auch in St. Augustine und heißt Avilés Straße. Avilés ist eine Ortschaft in Asturien, in Nordspanien, und der Geburtsort des „Gründers“ von St. Augustine, Pedro Menéndez de Avilés.

Avilés Straße - Calle Avilés, atentos a la bandera
española, señores

Die Häuser haben eine interessante Geschichte – sie waren die Domizile von spanischen Kaufmännern, oder dem Schatzmeister, oder Kapitänen. Allerdings sind wir in kaum eine reingegangen. Die meisten sind private Geschäfte wie Juweliere oder Kneipen, in der im "spanischen" Ambiente ununterbrochen Guitarrenmusik gespielt wird (es gab auch einige Kneipen mit Live country Musik). In die meisten sind meine Eltern mit dem Baby-Wagen nicht reingekommen. Es war ihnen zu anstrengend. Pöh!

Fuerte San Marcos
Der letzte Stopp war der Fuerte San Marcos, die Festung San Marcos. Gebaut von den Spaniern, die die Nase voll davon hatten, alle Jahre wieder von den Engländern oder von Seeräubern angegriffen zu werden. Denn St. Augustine war ein wichtiger Zwischenstopp für die spanischen Schiffe, die die ganzen Schätze aus der neuen Welt nach Spanien gebracht haben.

Und so sind wir zurück nach Hause gefahren, etwas müde von der Läuferei –ich auch, lustigerweise, obwohl ich die ganze Zeit im Wagen war. Aber ich muss mir alles ganz genau merken, und das ist schon anstrengend!

Sonnenaufgang in Fernandina Beach - Amanecer en
Fernandina Beach
Ach ja, das Beste aus dem Tag habe ich fast vergessen: der Sonnenaufgang aus unserem Schlafzimmer.

Für mehr Fotos aus dem Tag, hier klicken.
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La traducción al español aún tardará un poquillo. Si queréis ver fotos de nuestro día en San Agustín, la población más antigua de los EE.UU. y fundada por un tipo de Avilés, pinchad aquí.

2 Kommentare:

  1. quê feliz se ve siempre Olivia, me recuerda mucho a Sofîa a esa edad. Oye Maripepa, se me pasô tu cumple para variar, creo que fue un par de dîas antes de que partieran. Un beso grande y sigan disfrutando!
    Claudia

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  2. La turista feliz! hehe, das sieht man. Toll dass Deine Eltern so locker sind Olivia, mit denen kann man ja echt problemlos verreisen, wie mir scheint...

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